FAQ KreativRegion

Welche wirtschaftliche Größe erreicht die Kreativwirtschaft in unserer Region?
In den acht Städten und Landkreisen der Region erwirtschafteten bereits im Jahr 2008 die 1.975 Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in elf Teilbranchen mit 11.526 Erwerbstätigen 995 Millionen Euro Umsatz – und sind somit die fünftgrößte Branche.

Was sind die Ziele der KreativRegion?
Das Hauptziel ist es, Jobs in der Region zu halten und neue in die Region holen. Dafür wollen wir das Image der Region als Standort für Firmen der Kultur- und Kreativ-Wirtschaft verbessern und zugleich die Rahmenbedingungen für Unternehmen dieser Branche attraktiver gestalten.

Warum organisiert sich die Kultur- und Kreativwirtschaft regional?
Unser Hauptanliegen ist ein klassisches Wirtschaftsförderungsthema, wie es in den Metropolen Berlin, Hamburg, München, Rhein/Main und Nordrhein-Westfalen schon erfolgreich praktiziert wird. Um nicht weiterhin tatenlos zuzusehen, wie Aufträge, Arbeitsplätze und Talente vor allem dorthin abwandern, obwohl die Leistungsfähigkeit unserer Unternehmen und Einzelner sehr wohl konkurrenzfähig ist, müssen wir uns als eine der ersten „Flächenregionen“ mit unseren regionalen Stärken positionieren und erkennbar machen.

Was hat die KreativRegion konkret vor?
Wir wollen, dass der Netzwerk-Gedanke äußerst lebendig wird. Bislang haben die Kreativen und Kulturschaffenden vor allem in ihrem jeweiligen Umfeld zusammengearbeitet. Hier wollen wir Grenzen überwinden, so dass Kontakte auch zwischen Architekten und Musikern, Fotografen und Werbern, Software-Entwicklern und Schauspielern wie auch Künstlern jeder Couleur entstehen. Gemeinsam werden dann Projekte in einzelnen Aufgabenstellungen oder in unseren sechs Themenfeldern Inspiration, Qualifikation, Strahlkraft, Marktplatz, Sprachrohr und Community entstehen.

Warum nahm die KreativRegion 2011 an einer Messe in Taiwan teil?
Damit zeigten wir, was die Region leisten kann. Mit einem international sehr beachteten Stand vertraten wir Deutschland auf einer Messe mit weltweitem Anspruch. Wir hatten die uns gebotene Gelegenheit genutzt, diesen „deutschen Stand“ bei der Internationalen Design Messe IDA 2011 in Taipeh unter dem Motto „Deutschland besitzt flächendeckend kompetente Kreative“ zu bespielen, um damit auch Strahlkraft in unsere Region hinein und innerhalb von Deutschland zu erzeugen. Nebeneffekt war auch, dass wir innerhalb der Iniatiativen bereits jetzt einen guten Aufmerksamkeits- und Stellenwert verzeichnen konnten.

Ist dazu ein zusätzlicher Verband nötig?
Es gibt logischerweise bisher noch keinen Verband, der legitimiert ist, für das neu geschaffene Cluster „Kultur- und Kreativ-Wirtschaft“ zu sprechen. Diese Rolle (Sprachrohr) soll die KreativRegion als Dachverband übernehmen. Dabei soll er bestehende Initiativen so unterstützen und gute Ideen für benachbarte Branchen nutzbar machen, dass für alle Mitgliedsverbände und die gesamte Kultur- und Kreativwirtschaft der Region zusätzlicher Nutzen entsteht.

Wie kann ich mich als Einzelperson in die KreativRegion einbringen?
In einem Dachverband werden Einzelpersonen oder Unternehmen nur als assoziierte Mitglieder zugelassen, insbesondere weil wir den teilnehmenden Verbänden und organisationen keine Konkurrenz machen, sondern Unterstützung anbieten wollen. Einzelpersonen können sich vor allem in den Projektgruppen oder „KreativKreisen“ engagieren oder über eine Mitgliedsinstitution ein- und mitwirken.

Wie können sich Unternehmen engagieren, die ein Interesse an der Entwicklung der Kultur- und Kreativ-Wirtschaft haben und diese fördern wollen?
Die KreativRegion sucht fördernde Mitglieder als „Freunde der ersten Stunde“. In einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit soll Nutzen für die KreativRegion und die Förderer entstehen. Wir bitten um Unterstützung und sogenannte „Drittmittel“, um förderfähige Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung mit EU-Mitteln innerhalb der Region durchzuführen. Dabei ist uns jeder Unterstützer mit fachlicher, sachlicher oder finanzieller Unterstützung sehr willkommen.

Profitieren auch andere Branchen von einer starken KreativRegion?
Neben dem kreativen Input der kompetenten Dienstleister aus dem unmittelbaren Umfeld, der die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Produkte erhöht, ist die kulturelle Lebensqualität der Region ein wichtiges Argument bei der Gewinnung der knapper werdenden Fachkräfte in der Zukunft. Unternehmen finden also einerseits gute kreative Dienstleistungen vor der Haustür und können andererseits mit einer interessanten Kulturlandschaft bei der eigenen Mitarbeitersuche punkten.

Warum gibt es auf einmal ein so großes Interesse an der Kultur- und Kreativwirtschaft?
Unsere Branchen sind zum großen Teil wirtschaftsnahe qualifizierte Dienstleister, mit überdurchschnittlichem Wachstum bei Umsatz und Erwerbstätigen. Eine Zukunftsbranche, die lange unbeachtet blieb, weil sie sehr heterogen, kleinteilig und ohne Lobby ist. Gerade wenn Fertigungsindustrien in Industrieländern gegenüber den Schwellenländern zu teuer werden, sind wir als Jobmotor der Zukunft gerne gesehen. Es besteht ein großes Interesse von der EU bis zu den Kommunen, die Kultur- und Kreativ-Wirtschaft zu fördern, es ist aber bisher sehr schwer, sie zu greifen, deshalb müssen wir uns organisieren.

Was sind die Stärken der KreativRegion?
In unserer Region sind aufgrund der guten Ausbildung vier von elf Teilbranchen überproportional erfolgreich tätig. Neben dem Verlagswesen/Buchmarkt sind dies vor allem die Software-/Games-Entwickler und die Architekten sowie die Designer. Diese Kreativen bieten ihren Kunden mit großer Verlässlichkeit ein hohes Maß an Kundenorientierung, Kompetenz und Kreativität ohne Allüren und zu fairen Konditionen. Mit diesen Eigenschaften wollen wir uns gegenüber den Metropolen positionieren.

Wer hat die elf Teilbranchen definiert?
Globale Statistiker, NGOs und Politiker haben dieses neue Cluster definiert. Wir begrüßen diesen Schritt, auch wenn die Grenzen nicht überall ganz trennscharf sind. Die KreativRegion richtet sich nach der jeweils aktuellen Definition des Bundeswirtschaftsministeriums. Wir haben uns also nicht selbst, sondern wir wurden »geclustert«.

Ist geplant, in den wirtschaftlich orientierten Verband auch die Hochschulen einzubinden?
Es wäre ja geradezu fahrlässig, wenn wir das Potenzial unserer Region bei den Hochschulen nicht nutzen würden.HBK, TU, Ostfalia u.a. sind eingeladen, mit unserer Initiative zusammenzuarbeiten. Erste Gespräche haben bereits statt gefunden.

Wo steht die KreativRegion im Jahr 2015?
Die KreativRegion wird eine als Institution anerkannte Dachorganisation für alle Verbände, Vereine, Institutionen, Initiativen und Firmen der Kultur- und Kreativ-Wirtschaft in der Region sein und mit Beiträgen, Drittmitteln oder Fördergeldern sowohl synergiehaltige Einzelmaßnahmen der Mitglieder unterstützen als auch neue übergeordnete und zielfördernde Projekte anregen und realisieren.

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